prothmann

Der in der HR-Community bestens bekannte Winfried Felser hat kürzlich Interviews mit zwei Peppers geführt, mit Matthias Meifert und Kerstin Prothmann. Beide äußern spannende Ansichten zur Zukunft von HR und der Beratungsarbeit. 

Wer Winfried Felser nicht kennt, hat etwas verpasst. Häufig sagt man so salopp: „Das ist ein Original“. Winfried Felser ist tatsächlich speziell – im Positiven, versteht sich. Nicht nur, dass er ein unglaublicher Netzwerker ist und sich zum Beispiel „LinkedIn Top Voice 2017“ nennen darf, er hat zudem ein großes Herz und ist ziemlich schlau. Zugegeben: Der Chef von Netskill Solutions redet manchmal schnell (und auch viel) und neigt zum Mäandern. Aber auch das ist sympathisch.

Dieser Winfried Felser, der auch die Competence Site betreibt, hat kürzlich die beiden HRpepper-Kollegen Kerstin Prothmann und Matthias Meifert unabhängig voneinander befragt.

Kerstin spricht in ihrem Interview über die Zukunft von HR, die Notwendigkeit der Beidhändigkeit und die Kundenzentrierung der Personalarbeit.

„Interessanterweise finden wir zurzeit in einigen Konzernen super agile und innovative Ansätze während gleichzeitig in einigen Start-ups noch ein verkrustetes Patriachat herrscht und das Thema Zusammenarbeit auf Schülerzeitungsniveau ausgelebt wird. Die Gleichung: „Start-up gleich Zukunft“ und „Konzern gleich Vergangenheit“ – so einfach ist es nicht.
Aber natürlich können beide Organisationsformen einiges voneinander lernen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie jeweils die Daseinsberechtigung des anderen anerkennen und sich gegenseitig in all der Verschiedenartigkeit wertschätzen. Die Konzern-HR muss sich dafür aus ihrer Zentrale herausbegeben und mit der Start-up-Welt in Tuchfühlung kommen. Die Start-up Personaler (wenn es die denn überhaupt schon in der Organisation gibt) wiederum können in Richtung Effektivität, Skalierbarkeit und Compliance, viel von den Erfahrungen der Konzern-Personaler lernen.“

Matthias Meifert redet in seinem Gespräch über seine Haltung als Unternehmer, seine Sicht auf New Work und HR-Organisationsmodelle sowie welche Vision er hinsichtlich rockaffinen Persönlichkeiten hat. 

„Ich habe wenig Verständnis für die vielen selbsternannten Vordenker, die normativ den einzigen richtigen Weg proklamieren. Dieser kann nach meiner Überzeugung nur in Co-Creation mit der Organisation gefunden werden basierend auf verlässlichen Metaanalysen. Leider haben diese Personen sich häufig nicht die Mühe gemacht, die Studienlage zu kennen, geschweige die eigenen Empfehlungen im eigenen Unternehmen umzusetzen.“

Es lohnt sich, die Interviews zu lesen.

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