Die ersten Kaffeebohnen kommen vom Nachbarn

Die Geschichte von HRpepper ist bereits zu Beginn geprägt von viel Leidenschaft, der Lust auf Zukunft und dem Mut, die Dinge anders zu machen.

 

Die Geschichte von HRpepper beginnt an einem kalten Wintertag im Jahr 2012. Fünf Männer und Frauen sitzen in 400 qm großen spärlich beheizten Büroflächen in einem Kreuzberger Hinterhof. Das Mobiliar stammt vom insolventen Versandhandelsunternehmen Neckermann. Es gibt kein Internet und Telefon, viel Ungeklärtes, nicht enden wollende bürokratische Vorgänge, aber auch ganz viel Lust auf Zukunft. Die ersten Kaffeebohnen schenkt der Nachbar des Restaurants „Wirtshaus am Ufer“ von schräg gegenüber. Und die ersten Prototypen der neuen Schreibtische lagern in der Garage von einem der Gründer, Matthias Meifert. Zusammen mit seinem Team wagt er den Aufbruch, will Beratung anders, frischer, erlebnisorientierter gestalten. Sie wollen das traditionelle Beratungsgeschäft der klassisch-renommierten Consulting-Firmen, das die Karriere der Gründermannschaft so lange geprägt hat, abstreifen. Zwar treffen früh schon kleinere und mittlere Aufträge von Klienten ein, trotzdem sind sie kein etabliertes Beratungsunternehmen – das wollen sie auch nicht sein, sondern ein echtes Start-Up bleiben, das sich seinen eigenen Weg sucht. Die DNA eines Start-Ups ist auch noch heute trotz allen Wachstums geblieben. Die mehr als 30 festen Mitarbeiter denken und handeln als Unternehmer – sie sind es teilweise auch de facto über eine Kapitalbeteiligung. Silodenken und das Beharren auf das Einhalten starrer Prozesse gibt es nicht. Das Handeln ist von Kundenzentrierung und einem wertschätzenden Miteinander geprägt. Das war in den Anfängen so, und ist es heute.

Human Relations statt Human Resources

Was sich allerdings geändert hat, ist die Ausrichtung und die Kundenstruktur von HRpepper. Damals zu fünft sah man sich noch als reine HR-Beratung, wobei das Akronym HR für das stand, wie es wohl die meisten sehen: Human Resources. Heute bewegen sich die Peppers schon lange nicht mehr nur im Bereich des Personalmanagements, Kunden sind alle diejenigen in den Unternehmen, die etwas verändern wollen und Lust auf Zukunft haben – ob Geschäftsführung, Vertrieb oder eben das Personalmanagement. Die Kunden sind in erster Linie keine Funktionen, sondern Menschen. Menschen, die mutig sind und etwas verändern wollen. Ohnehin sind die Grenzen durchlässiger geworden. HR steht heute eher für Human Relations statt für Human Resources. Das Management und die Personalfunktion werden zum Beziehungsförderer und -gestalter. Denn darum geht es letztendlich, dass talentierte Menschen effektiv im Sinne des Unternehmenserfolgs zusammenarbeiten. Wir bei HRpepper zumindest sehen das so. Für uns steht HR in erster Linie für Human Relations.

Das Büro im Kreuzberger Hinterhof ist im Übrigen auch nicht irgendeine Gewerbefläche, sondern ein wahres Glück und Teil der Pepper-Identität. Die denkmalgeschützte Remise verbreitet ein ganz besonderes Flair und beherbergt unter anderem einmal im Jahr das mittlerweile legendäre HRpepper-Hoffest. Nicht wenige verlieben sich gleich im ersten Augenblick in das einmalige Hof-Ambiente.

 

Unsere eigene Transformation                       

Wir begleiten als Organisationsberatung nicht nur die Transformationen unserer Kunden, wir machen selbst einen umfangreichen Wandel durch. Es ist eine Reise ins Unbekannte, von der wir viel Positives erwarten, von der jeder von uns auch erheblich herausgefordert wird. Auf diesem Weg helfen uns unsere Überzeugungen und unsere Lust auf Zukunft. Wir glauben fest an die Eigenverantwortung des Einzelnen, sein Gestaltungs- und Autonomiebestreben, seine Leidenschaften und Sehnsucht nach Sinnerfüllung. Ein Unternehmen kann dauerhaft nur erfolgreich sein, wenn die Mitarbeitenden sich mit ihm identifizieren und sich für den Gesamterfolg verantwortlich fühlen. Aus diesen Gründen und einer zunehmend komplexer werdenden Umwelt halten wir es für wichtig, dass alle Peppers so denken und handeln als sei HRpepper ihr Unternehmen. Wir nennen das schlicht „Ownership Thinking“.

Es gibt vier wesentliche Etappen auf unserer Reise: Eine positive Arbeitsumgebung, die Menschen Menschen sein lässt, eine Kapital- und Gewinnbeteiligung der Mitarbeitenden am Unternehmen, das sogenannte Peer Recruiting und vor allem ein neues Zusammenarbeits- und Organisationsmodell inklusive der Festlegung von Rolleninhabern nach einem ausführlichen Nominationsprozess. Dazu gehört auch die Möglichkeit aller Peppers, ihre Führungskraft mitbestimmen zu dürfen.

Positive Arbeitsumgebung

Wir haben von Anfang an Wert auf eine Arbeitsumgebung gelegt, die jedem Pepper ein höchstes Maß an Freiheit gibt. Jeder kann beispielsweise seinen Arbeitsort selbst bestimmen und sich die Arbeitszeit so flexibel gestalten, dass die jeweiligen Bedürfnisse bestmöglich befriedigt werden. Wenn es die Ressourcen zulassen, hat zudem jeder die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, an welchen Projekten bzw. in welchem Themenfeld er oder sie arbeiten will. Genauso wie wir auf die Autonomie des Einzelnen achten, ist uns jedoch ebenso ein guter Zusammenhalt der Peppers wichtig. Vertrauenskultur ist bei HRpepper nicht nur ein Schlagwort, sie wird gelebt. Jedes Jahr leisten wir uns zum Beispiel ein mehr als zweitägiges Retreat in der ländlichen Idylle, währenddessen alle Mitarbeiter gemeinsam das vergangene Jahr reflektieren und über die Strategie des kommenden Jahres diskutieren. Gerade in dieser Zeit zeigt sich ganz besonders die ausgeprägte Feedback-Kultur.

Kapitalbeteiligung

Es gibt für jeden Pepper die Möglichkeit der Kapitalbeteiligung. Nach bestandener Probezeit können Aktien erworben werden. Damit soll einerseits das „Ownership Thinking“ gefördert werden und andererseits den Peppers eine Anerkennung für ihre großartige Arbeit zuteil werden. Die Peppers werden jedoch nicht nur am Kapital, sondern auch am Erfolg des Unternehmens beteiligt – und das großzügig. Der Gewinn wird zu 50 Prozent an alle Mitarbeiter als variable Vergütung ausgeschüttet. Ein derart hoher Anteil für sämtliche Mitarbeiter ist vor allem in der Beraterbranche ungewöhnlich und wird von den Peppers als starkes Signal der Mitarbeiterorientierung und als Wertschätzung ihrer Arbeit betrachtet.

Peer-Recruiting

Das Recruiting wird bei HRpepper als eine Aufgabe gesehen, die alle Peppers angeht. Deshalb gibt es Seit Anfang 2016 das sogenannte Peer-Recruiting. Der Rolleninhaber HR bekommt beim Recruiting reihum Unterstützung von wechselnden Peppers. Mitarbeiter führen im Rahmen ihrer Verantwortung beispielsweise strukturierte Interviews und nehmen eine Vorselektion vor, wenn nötig. In dieser Phase haben sie das Vertrauen, die richtige Entscheidung im Sinne des Unternehmens zu treffen.

Zusammenarbeits- und Organisationsmodell

Das Herzstück der Transformation ist ein neues Zusammenarbeits- und Organisationsmodell, das allen Peppers den Rahmen bietet, tatsächlich unternehmerisch tätig zu sein. Es beschreibt, wer wofür die Verantwortung trägt, wie wir zu guten Entscheidungen gelangen und wie wir uns gegenseitig Orientierung geben, um schnell und effektiv handeln zu können. Das neue Modell stärkt vor allem die einzelnen Mitarbeitenden in ihrer Rolle als diejenigen, die echte Werte schaffen — für unsere Kunden, Eigentümer und nicht zuletzt für die Mitarbeitenden selbst. Dafür haben wir neue Rollen und Mechanismen geschaffen, wie die Rollen besetzt werden und wie sie sich untereinander abstimmen. In einem aufwändigen und dialogorientierten Nominationsprozess haben die Mitarbeiter die Möglichkeit in einem festen Turnus, nicht nur die People Manager zu bestimmen, sondern ebenfalls Themen- und Funktions-Manager. Zusätzlich werden Verantwortungsbereiche in Form von Rollen und Gremien gebündelt, die ein herkömmliches Führungsmodell abgelöst haben. An seine Stelle sind nun Steuerungskreise (People-Kreis, Marktkreis, Governance Kreis, Strategie- und Budget Kreis und Prozess-Kreis) getreten sowie erwähnte Rollen, die in ihrem Zusammenspiel gewährleisten, dass es für alle organisationalen Handlungsfelder die bestmögliche Passung aus Aufgabe und Individuum gibt. In diesen Kreisen diskutieren erfahrene und weniger erfahrene Peppers auf Augenhöhe miteinander. Neben der bestmöglichen Passung gehören ebenso die Förderung der Selbststeuerung und die Entwicklung jedes Einzelnen zu den Zielen.

Auf unserer Reise erleben alle Peppers eine ganze Menge, vor allem aber lernen wir viel – über die Organisation, über die Kollegen und uns selbst. Wir diskutieren angeregt, streiten und lachen miteinander. Wir schätzen die Individualität jedes Einzelnen und glauben daran, dass ein starkes „Wir“ starke „Ichs“ braucht. So macht uns die Arbeit Spaß und wir finden Bestätigung in unserem Erfolg.

 

 

Die Geschichte von HRpepper in Bildern