Wie kann ein Alternativkonzept zum Drei-Säulen-Modell umgesetzt werden?

HRpepper begleitet vier Unternehmen eines DAX-Konzerns bei der Ausgestaltung eines alternativen HR-Organisationsmodells.

Die Herausforderung
Der Konzern baut aktuell sein HR-Geschäftsmodell radikal um. Die Grundkonzeption entspricht dem bekannten 3-Säulen Modell nach Dave Ulrich, allerdings werden die einzelnen Säulen anders ausgestaltet als allgemein üblich. Insbesondere der HR Shared Service Bereich unterschiedet sich massiv, das Service Offering Portfolio der HR SSC ist deutlich breiter definiert, ca. 75% der HR Leistungen sollen zukünftig aus dem SSC angeboten werden.

Vier Unternehmen im Konzern, die jeweils in ihrer Eigentümerstruktur auch noch Minderheits-Shareholder haben, gehen diesen Weg nicht mit. Einige der Anteilseigner fürchten, „entkernte“ HR-Bereiche zu erhalten, wodurch die Handlungsfähigkeit der Unternehmen arg reduziert werden würde. Der Konzern akzeptiert einen Sonderweg für die vier Unternehmen, schreibt diesen aber Einsparziele von 30% für die Kosten der Personalarbeit ins Stammbuch.

Das Vorgehen
Die vier Unternehmen entschließen sich, einen gemeinsamen Weg für die Ausgestaltung der zukünftigen Personalarbeit zu beschreiten.
Gemeinsam wird mit externer Beratung das „HR-Kompetenzmodell“ entworfen. Die Kernprozesse der HR-Arbeit werden Kompetenzfeldern zugeordnet, diese Kompetenzfelder werden schließlich in ihrer Verantwortung auf die vier Unternehmen verteilt.
Zu jedem Kompetenzfeld wird dann definiert, welche Leistungen zukünftig zentral erbracht werden und für welche Leistungen auch dezentral Kapazitäten in jedem Unternehmen verbleiben sollen.

Die Rollen im neuen Modell werden detailliert beschrieben und alle Schnittstellen konzipiert. HRpepper unterstützt die neu berufenen Kompetenzfeldleiter auch bei der Teamfindung, für einige Mitarbeiter ist dies die erste Führungsposition in ihrer Laufbahn. Die weiteren Schritte enthalten somit auch individuelle Entwicklungsmaßnahmen, um den Umsetzungserfolg abzusichern.
HRpepper bereitet das neue Konzept so auf, dass die Abstimmung mit der Konzernmutter effektiv erfolgt.
Das gesamte Modell wird so ausgestaltet, dass die Anschlussfähigkeit an das übergeordnete HR-Organisationsmodell auf Konzernebene gegeben ist und ein späteres „Umklappen“ auf das dort in Einführung befindliche 3-Säulen-Modell erfolgen kann.

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Die Ergebnisse
Die vier Unternehmen setzten ihr alternatives HR-Geschäftsmodell um. Sowohl die Vorstände der vier Unternehmen, die Mitbestimmungsgremien als auch das Group Center des Konzerns akzeptieren den Sonderweg, der zudem die Möglichkeit des organisationalen Lernens ermöglicht, da das alternative Modell fortlaufend gegen das klassische 3-Säulen-Modell auf Konzernebene validiert wird.